5 Facts zum Führungsfachmann mit eidg. Fachausweis / zur Führungsfachfrau mit eidg. Fachausweis

Erklärung mit 5 Facts zum Führungsfachmann mit eidg. Fachausweis / zur Führungsfachfrau mit eidg. Fachausweis

Führungsfachleute übernehmen Verantwortung für Teams, Mitarbeitende und betriebliche Abläufe. Die Berufsprüfung Führungsfachmann mit eidg. Fachausweis / Führungsfachfrau mit eidg. Fachausweis richtet sich an Berufsleute, die Führungsaufgaben professionell wahrnehmen oder sich gezielt darauf vorbereiten möchten. Die Weiterbildung verbindet Leadership, Management und betriebswirtschaftliche Grundlagen und gilt branchenübergreifend als etablierter Abschluss für das untere und mittlere Kader. Neben Berufspraxis braucht es für die Weiterbildung auch Erfahrung in der Führung von Gruppen oder Team. Der Lehrgang baut auf den SVF-Modulen auf. Die folgenden 5 Facts zeigen, welche Kompetenzen „praxisnah“ vermittelt werden und weshalb der Fachausweis in vielen Unternehmen gefragt ist.

Die Weiterbildung Führungsfachmann / Führungsfachfrau behandelt sowohl personelle Führung als auch betriebswirtschaftliche Themen. Dazu gehören beispielsweise Teamführung, Kommunikation, Konfliktmanagement, Organisation, Projektmanagement sowie Grundlagen des Rechnungswesens und der Betriebswirtschaft. 

Der eidgenössische Fachausweis für Führungsfachleute (Berufsprüfung) verbindet die beiden Welten Leadership und Management, um Teams und Organisationen ganzheitlich zum Erfolg zu führen. Beide Säulen sind im Berufsalltag als Führungsfachmann / Führungsfachfrau eng miteinander verwoben:

  1. Leadership (Führung & Mensch)
    • Fokus: Menschen, Werte, Visionen und Sozialkompetenz.
    • Kernkompetenzen: Mitarbeitende motivieren und inspirieren, Konflikte lösen, Kommunikation, Teamdynamik steuern sowie die eigene Persönlichkeit als Leader reflektieren.
  2. Management (Administration & Prozesse)
    • Fokus: Zahlen, Strukturen, Effizienz und Organisation.
    • Kernkompetenzen: Betriebswirtschaftliche Zusammenhänge verstehen, Prozesse planen, Ressourcen zuteilen, Budgets verwalten und Veränderungsprozesse (Change-Management) steuern.

Die Berufsprüfung basiert auf den beiden Modulbereichen Leadership und Management der Schweizerischen Vereinigung für Führungsausbildung (SVF). Für die Zulassung zur eidgenössischen Berufsprüfung müssen die vorgeschriebenen SVF-Modulabschlüsse vorliegen.

Der modulare Aufbau im Detail
Der Weg zum eidgenössischen Fachausweis als Führungsfachmann / Führungsfachfrau ist in zwei obligatorische Modulbereiche unterteilt:

  1. Bereich Leadership (SVF-Zertifikat)
    Hier liegt der Fokus auf der personellen und zwischenmenschlichen Führung. Der Lehrgang umfasst in der Regel folgende Module: 
    • Selbstkenntnis: Eigene Stärken, Schwächen und Verhaltensmuster reflektieren.
    • Selbstmanagement: Effiziente Arbeitsorganisation und Prioritätensetzung.
    • Kommunikation: Situationsgerechte und zielgerichtete Mitarbeiterkommunikation.
    • Präsentationstechnik: Überzeugendes und adressatengerechtes Auftreten.
    • Konfliktmanagement: Erkennen und Lösen von Konflikten im Team.
    • Teamführung: Gruppenprozesse steuern und Mitarbeitende motivieren. 
  2. Bereich Management (SVF-Zertifikat)
    Dieser Teil vermittelt die betriebswirtschaftlichen und strukturellen Grundlagen, die für eine Führungsposition unerlässlich sind. Die Module umfassen:
    • Personal Management: Von der Rekrutierung bis zur Mitarbeiterförderung.
    • Change-Management: Begleitung und Gestaltung von Veränderungsprozessen im Unternehmen.
    • General Management: Betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und strategisches Denken.

Für die eidgenössische Berufsprüfung ist Führungserfahrung erforderlich. Wer bereits ein Team oder eine Gruppe führt, kann die Weiterbildung deshalb gezielt nutzen, um vorhandene Praxiserfahrung mit anerkannten Führungskompetenzen zu verbinden.

Die konkreten Zulassungsbedingungen für die Abschlussprüfung Führungsfachmann / Führungsfachfrau unterteilen sich in zwei mögliche Wege:

  • Weg A: Mit Grundausbildung
    • Grundausbildung: Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ), Maturitätszeugnis oder ein gleichwertiger Abschluss.
    • Berufspraxis: Mindestens 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung.
    • Führungserfahrung: Davon mindestens 1 Jahr als Leiter/in eines Teams oder einer Gruppe.
  • Weg B: Ohne Grundausbildung
    • Berufspraxis: Mindestens 6 Jahre einschlägige Berufserfahrung.
    • Führungserfahrung: Davon mindestens 1 Jahr als Leiter/in eines Teams oder einer Gruppe.

Der Abschluss Führungsfachfrau bzw. Führungsfachmann mit eidgenössischem Fachausweis ist eidgenössisch anerkannt und geschützt. Die vermittelten Kompetenzen in Leadership und Management lassen sich in unterschiedlichen Führungsfunktionen und Branchen einsetzen. Welche konkreten Einsatzmöglichkeiten sich ergeben, hängt jedoch von Berufserfahrung, Funktion und Fachkenntnissen ab.

Warum die Branchenunabhängigkeit funktioniert

  • Methodenkompetenz: Der Fokus der Ausbildung liegt nicht auf fachspezifischem Branchenwissen, sondern auf universell einsetzbaren Management-Disziplinen. Dazu gehören Personalmanagement, Change-Management, Kommunikation, Teamführung, Konfliktbewältigung und General Management.
  • Schweizerischer Standard: Die eidgenössischen Berufsprüfungen werden inhaltlich eng von der Schweizerischen Vereinigung für Führungsausbildung (SVF) abgestimmt, was für staatliche Anerkennung sorgt.

Die Weiterbildung verbindet theoretische Grundlagen mit der Anwendung auf typische Führungssituationen. Themen wie Kommunikation, Konfliktmanagement, Teamführung, Personalmanagement und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge können dabei auf konkrete Situationen aus dem Berufsalltag übertragen werden.

Dieser starke Praxisbezug zeigt sich in mehreren Bereichen der Ausbildung zum Führungsfachmann mit eidg. Fachausweis / zur Führungsfachfrau mit eidg. Fachausweis:

  • Transfer in den Berufsalltag: Das Gelernte (wie Methoden der Mitarbeiterführung oder BWL) wird nicht nur theoretisch behandelt, sondern direkt anhand von Fallbeispielen aus dem eigenen Arbeitsumfeld geübt und angewendet.
  • Modularer Aufbau: Die Ausbildung ist meist in praxisbezogene Bausteine (Leadership und Management) unterteilt.
  • Entwicklung der Sozialkompetenz: Neben Managementtechniken steht der Mensch im Fokus. Themen wie Kommunikation, Konfliktmanagement, Selbstreflexion und Coaching fliessen stark in den Unterricht ein.
  • Methodenvielfalt: Der Lehrgang arbeitet mit Rollenspielen, Gruppenarbeiten und Präsentationen, um reale Situationen (wie Mitarbeitergespräche oder Krisensituationen) realitätsnah zu trainieren.
  • Ziel: Am Ende der Führungsfachfrau / Führungsfachmann Weiterbildung sollen Absolventen in der Lage sein, Teams zu leiten und Herausforderungen lösungsorientiert und strukturiert anzugehen.