
Brandschutzfachkräfte arbeiten vor allem in Unternehmen des Baugewerbes, in Architektur- und Ingenieurbüros, bei Brandschutzbehörden oder als selbständige Berater/innen oder Planer/innen. Sie erstellen und prüfen Brandschutzkonzepte, beraten verschiedene Interessengruppen, sichern die Qualität bei der Umsetzung von Brandschutzmassnahmen und überprüfen deren Wirksamkeit. Die Brandschutzfachfrau / Brandschutzfachmann Ausbildung ist eine wichtige höhere Berufsbildung in der Schweiz, die aber vielleicht auch den einen oder anderen Nachteil hat. Wer diese kennt, kann besser einschätzen, ob die Ausbildung die richtige Wahl ist.
Obwohl der Lehrgang von verschiedenen Organisationen angeboten wird, findet die gesamte Brandschutzfachfrau / Brandschutzfachmann Ausbildung nur an wenigen Orten in der Schweiz statt. Denn die Verantwortung für Sicherheit und Rechtsvorschriften ist hoch. Es gibt auch hohe Erwartungen an die physische und mentale Belastbarkeit.
Nach dem Erwerb des eidgenössischen Fachausweises müssen sich die Inhaberinnen und Inhaber alle fünf Jahre weiterbilden. Denn Vorschriften und Normen ändern sich regelmässig. Dies ist - auch nach der Ausbildung für Brandschutzfachleute - mit einem entsprechenden Aufwand verbunden. Zudem sind unregelmässige Bereitschaftsdienste, Kontrollen, Ereignisse und Übungen ausserhalb der normalen Arbeitszeit notwendig. Denn Brandschutzfachleute tragen Verantwortung für Menschenleben und Sachwerte.
Als Brandschutzfachfrau oder Brandschutzfachmann mit eidg. Fachausweis darf man nur Brandschutzkonzepte bis zur Qualitätssicherung Stufe 2 (QSS 2) erstellen. Die Stufen QSS 3 und QSS 4 erfordern eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Brandschutzexperten, d.h. die Höhere Fachprüfung zum eidg. Diplom - oder mindestens einen gleichwertigen Abschluss.
Die nervliche Belastung bei den jährlich - spätestens alle zwei Jahre - stattfindenden gesamtschweizerischen Berufsprüfungen ist in der Regel hoch. Wer unter Prüfungsangst leidet, ist hier benachteiligt. Während der Brandschutzfachfrau / Brandschutzfachmann Ausbildung wird man jedoch genau darauf vorbereitet.
Eidgenössische Fachausweise werden im Ausland nicht generell anerkannt. Wer im Ausland arbeiten will, muss sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI einen offiziellen Nachweis dieser beruflichen Qualifikation einholen.
Wer sich Kenntnisse über die Grundlagen des Brandschutzes, des baulichen und technischen Brandschutzes und der Gebäudetechnik aneignen will, ist mit der Brandschutzfachfrau / Brandschutzfachmann Ausbildung richtig beraten. Nach dem Erwerb des eidgenössischen Fachausweises sind verschiedene Spezialisierungen möglich, z.B. auf Wasserlöschanlagen, dämmschichtbildende Brandschutzsysteme oder Blitzschutz. Weiterführende Ausbildungen sind z.B. die Höhere Fachprüfung zum Brandschutzexperten mit eidgenössischem Diplom oder ein Fachhochschulstudium in Gebäudetechnik.
Anbieter von einer Brandschutzfachfrau / Brandschutzfachmann Ausbildung