Gärtner - Gartenbau - Gartengestaltung: Ausbildung & Weiterbildung, Wege, Abschlüsse und Karrierechancen
Gartenbau: Hast du einen grünen Daumen?
Du arbeitest gern mit Pflanzen, liebst die Natur und packst auch mal richtig an? Im Gartenbau gestaltest und pflegst du alles – von Blumen und Gräsern bis hin zu ganzen Gartenanlagen. Neben Kreativität brauchst du auch handwerkliches Geschick und körperliche Einsatzbereitschaft.
Ob Ausbildung oder Weiterbildung: Auf Ausbildung-Weiterbildung.ch findest du passende Lehrgänge, Schulen und Kurse im Gartenbau. Informier dich, vergleiche Angebote und starte deinen Weg zu einem anerkannten Abschluss.
Gartenbau umfasst die Planung, Gestaltung und Pflege von Grünanlagen – von privaten Gärten bis zu öffentlichen Parks oder urbanen Grünflächen. Gartengestaltung geht dabei noch einen Schritt weiter: Hier verbindest du Pflanzenwissen mit Design, Funktionalität und Ästhetik.
Typische Aufgaben sind:
- Pflanzen auswählen, setzen und pflegen
- Gärten planen und gestalten
- Wege, Terrassen und Wasseranlagen bauen
- Grünflächen nachhaltig bewirtschaften
- Kundinnen und Kunden beraten
In der Praxis ist der Beruf eine Mischung aus Handwerk, Kreativität und Naturverständnis – oft draussen, oft im Team, und immer abwechslungsreich.
Die Weiterbildung zur Gärtnerin bzw. zum Gärtner vermittelt vertiefte Kenntnisse in Pflanzenkunde, Bodenbeschaffenheit und nachhaltiger Pflege von Grünanlagen. Je nach gewählter Fachrichtung stehen entweder die Pflanzenproduktion oder der Garten- und Landschaftsbau im Zentrum. Dabei lernen die Teilnehmenden, Gärten und Aussenanlagen zu planen, zu gestalten und fachgerecht umzusetzen. Ergänzend werden Kompetenzen in Kundenberatung, Arbeitsorganisation sowie im Einsatz und Unterhalt von Maschinen aufgebaut. Auch Themen wie Umweltschutz, Biodiversität und wirtschaftliches Arbeiten spielen eine wichtige Rolle. Ziel ist es, Verantwortung zu übernehmen und Projekte selbstständig umzusetzen.
2 Fachrichtungen
Die Weiterbildung dauert in der Regel zwei bis drei Semester und wird berufsbegleitend absolviert. Dabei kannst du zwischen den Fachrichtungen Produktion sowie Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau wählen, je nachdem, ob dein Fokus eher auf Pflanzenzucht und -pflege oder auf Gestaltung und Bau von Grünanlagen liegt.
Der Gartenbau bietet dir eine solide und zukunftssichere Perspektive. Themen wie Nachhaltigkeit, Biodiversität und Klimaanpassung sorgen dafür, dass du als Gärtner/Gärtnerin stark gefragt sind.
Deine Vorteile:
- Hohe Nachfrage nach qualifizierten Gärtnern/Gärtnerinnen und Fachleuten
- Sinnvolle Arbeit in und mit der Natur
- Vielfältige Einsatzmöglichkeiten (Privatgärten, Städte, Landschaftsbau)
- Gute Entwicklungschancen durch Weiterbildungen
- Kombination aus Praxis und Kreativität
Ob du praktisch arbeiten willst oder später Projekte leitest – im Gartenbau stehen dir viele Wege offen.
Ausbildungswege Gärtner/in und Gartenbau
Berufliche Grundbildung

Abgeschlossene Lehre, Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ, z.B. Gärtner/in EBA, Gärtner/in EFZ
Zertifikatskurs von Schulen & Organisationen

Nichtformale Bildungsangebote von privaten und öffentlichen Schulen
Lehrgänge mit eidg. anerkanntem Abschluss
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Eidg. Fachausweise (BP), Eidg. Diplom (HFP), Diplom HF, z.B. Gärtner/in (BP), Gärtnermeister/in (HFP)
Fachhochschulen, Uni, PH

Master, Bachelor, CAS, DAS, z.B. Umweltingenieur/in (FH), Landschaftsarchitekt/in (FH)
Sofort zur richtigen Weiterbildung
Beliebte Ausbildungen, Trends und Berufsperspektiven als Gärnter/in bzw. im Gartenbau
Wer im Gartenbau arbeitet, kümmert sich täglich um zahlreiche Pflanzen wie Blumen, Gräser und auch Bäume. Naturliebe und handwerkliches Geschick sind daher eine wichtige Voraussetzung für diese berufliche Tätigkeit. Diese Arbeit erfordert aber auch eine Menge körperlicher Kräfte, denn nebst Grünpflanzen ist auch die Gartengestaltung ein wichtiger Bereich. Bodenplatten verlegen, schöne und kreative Gartenanlagen gestalten, dies beispielsweise sind übliche Tätigkeiten eines Berufstätigen im Gartenbau.
- CAS Gartentherapie (FH)
- Gärtner / Gärtnerin Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau (BP)
- Gärtnermeister / Gärtnermeisterin (HFP)
- Gartenbauführer/in Jardin Suisse (Zert.)
Nachhaltige Gartengestaltung
Nachhaltigkeit ist längst kein Nischenthema mehr, sondern prägt den modernen Gartenbau grundlegend. Im Fokus stehen langlebige Lösungen, die Ressourcen schonen und im Einklang mit der Natur funktionieren.
- Naturnahe Gestaltung: Wilde Ecken, Blumenwiesen statt Rasen, heimische Sträucher – weniger «perfekt», dafür ökologisch wertvoller
- Biodiversität fördern: Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere durch Nistplätze, Totholz, Blühpflanzen
- Ökologische Materialien: Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Naturstein, Recyclingmaterialien statt Beton oder Kunststoff
- Kreislaufdenken: Kompostierung, Wiederverwendung von Materialien, Verzicht auf chemische Dünger und Pestizide
Ziel: Ein Garten, der nicht nur schön ist, sondern aktiv zum Ökosystem beiträgt.
Klimafitte Gärten
Der Klimawandel zwingt zum Umdenken – Gärten müssen robuster und anpassungsfähiger werden.
- Trockenheitsresistente Pflanzen: Mediterrane Pflanzen, Wildstauden oder tiefwurzelnde Gewächse benötigen weniger Wasser
- Regenwassermanagement: Zisternen, Versickerungsflächen und gezielte Speicherung statt Ableitung
- Hitzereduktion: Schatten durch Bäume, begrünte Flächen statt Steinwüsten, helle Materialien
- Boden verbessern: Humusaufbau erhöht Wasserspeicherfähigkeit und reduziert Bewässerungsbedarf
Ziel: Ein Garten, der mit extremen Wetterbedingungen klarkommt – nicht gegen sie arbeitet.
Urban Gardening
Gerade in Städten gewinnt Grün massiv an Bedeutung – auch auf kleinem Raum.
- Dach- und Fassadenbegrünung: Verbessert Klima, isoliert Gebäude und schafft Lebensraum
- Gemeinschaftsgärten: Soziale Treffpunkte, gemeinsames Gärtnern, lokale Lebensmittelproduktion
- Kompakte Lösungen: Hochbeete, vertikale Gärten, Balkonbepflanzung
- Selbstversorgung: Kräuter, Gemüse und Früchte direkt vor der Haustür
Ziel: Mehr Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft im urbanen Raum.
Gartenautomation (Smart Gardening)
Technologie hält Einzug im Garten – effizient, bequem und oft ressourcenschonend.
- Automatische Bewässerung: Sensoren messen Bodenfeuchte und steuern punktgenau
- App-Steuerung: Planung, Kontrolle und Pflege per Smartphone
- Mähroboter & Pflegegeräte: Reduzieren Aufwand und sparen Zeit
- Digitale Planung: 3D-Gartenplanung, Simulation von Wachstum und Lichtverhältnissen
Ziel: Weniger Aufwand bei gleichzeitig optimaler Pflege.
In der offiziellen Bildungslandschaft und auf Diplomen existiert der "Obergärtner" bzw. die "Obergärtnerin" nicht mehr als eigenständiger Abschluss. In der Praxis, in Stellenanzeigen und im allgemeinen Sprachgebrauch der Branche wird er jedoch oft noch als Synonym für diese Kaderstufe verwendet, da der Begriff tief verwurzelt.
Die Reform 2017: Im Jahr 2017 wurde die Struktur der höheren Berufsbildung im Gartenbau grundlegend überarbeitet. Die letzte "klassische" Berufsprüfung unter dem Namen Obergärtner/in fand im ersten Halbjahr 2018 statt.
Seither tragen Absolvierende der Berufsprüfung (BP) den Titel Gärtner/in mit eidgenössischem Fachausweis. Je nach Vertiefung kommen Zusätze wie Gärtner-Polier, Grünpflegespezialist oder Naturgartenspezialist hinzu.
Die Löhne im Gartenbau variieren je nach Erfahrung, Funktion und Spezialisierung:
- Einstieg (EFZ): ca. CHF 55’000 – 65’000
- Mit Erfahrung / Spezialisierung: ca. CHF 65’000 – 80’000
- Gärtner/in (BP): ca. CHF 75’000 – 95’000
- Gärtnermeister / Führung: ca. CHF 90’000 – 120’000
Mit Weiterbildung, Führungsverantwortung oder Selbstständigkeit kannst du dein Einkommen deutlich steigern.
Gartenbau: Können wir dir noch Fragen beantworten?
Fragen und Antworten
Ich möchte gerne in der Gartengestaltung tätig werden. Welche Ausbildung benötige ich dafür?
Um in der Gartengestaltung tätig zu werden, können Sie Ihre Karriere ganz unterschiedlich beginnen und gestalten, je nachdem über welchen Schulabschluss und Berufsabschlüsse Sie eventuell bereits verfügen. So können Sie nach Ihrer obligatorischen Schulzeit beispielsweise eine Lehre als Gärtner / Gärtnerin EFZ beginnen und sich anschliessend mit einer Berufsprüfung (BP) oder speziellen Lehrgängen weiter spezialisieren. Auch besteht die Möglichkeit, dass Sie sich mit den entsprechenden Voraussetzungen für ein Bachelorstudium in Landschaftsarchitektur FH einschreiben und sich bei Bedarf etwa mit einem Weiterbildungslehrgang an Hochschulen (CAS, DAS, MAS) fortbilden. Sollten Sie nicht genau wissen, welche Ausbildung oder Weiterbildung im Gartenbau oder der Landschaftsgestaltung für Sie infrage kommt, so können Sie sich auch an unsere Bildungsberatung wenden (Navigationsleiste oben unter dem Punkt „Bildungshilfe“) und sich eingehend individuell beraten lassen.
Sind Landschaftsarchitekten und Gartenarchitekten dasselbe?
Haben Sie ein Studium als Landschaftsarchitekt/in FH absolviert, so können Sie sich während Ihres Studiums auf einen Schwerpunkt konzentrieren, der Sie etwa im planen und entwerfen von urbanen Freiräumen ausbildet, im Landschaftsbau und Landschaftsmanagement oder in der Landschaftsgestaltung und Landschaftsentwicklung. Je nach gewähltem Schwerpunkt sind Sie demnach auch Gartenarchitekt oder Gartenarchitektin und befassen sich in Ihrer späteren beruflichen Tätigkeit mit der Planung und Gestaltung von öffentlichen oder privaten Gärten.
Werde ich als Gartenplaner ausschliesslich Privatgärten planen oder kann ich auch öffentliche Flächen gestalten?
Sollten Sie ein Studium in der Landschaftsarchitektur FH anstreben, so steht Ihnen nicht nur die Möglichkeit offen, Privatgärten zu planen und zu gestalten, sondern darüber hinaus auch viele weitere attraktive Bereiche der Gartenplanung. Die kann etwa bedeuten, dass Sie Freiräume an Schulen, Hotels, Industriegebäuden, Mehrfamilienhäusern, Überbauungen, Restaurants und so weiter gestalten, ebenso wie Parkanlagen und Plätze, ganze Freizeitanlagen und Spielplätze, Ausstellungsgärten und Erholungsgebiete, Sportanlagen, Tiergärten und vieles mehr. Auch historische Anlagen werden von Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen konzeptionell betreut in Hinblick auf ihre Pflege, ihren Schutz und ihre Entwicklung.
Was bedeutet die Bezeichnung (BP) hinter den Kursen in Gartengestaltung?
Bei den Lehrgängen in der Gartengestaltung, welche die Bezeichnung BP aufweisen, handelt es sich um Weiterbildungslehrgänge, die Sie auf die eidgenössischen Berufsprüfungen (BP), etwa zum/zur Obergärtner/in, Grünpflegespezialist/in oder Gärtner/in Polier/in mit eidgenössischem Fachausweis vorbereiten. Diese Weiterbildungslehrgänge setzen eine abgeschlossene Berufslehre als Gärtner/in EFZ voraus sowie einige Zeit Berufserfahrung im Gartenbau.
Erfahrungen, Bewertungen und Meinungen zur Ausbildung / Weiterbildung
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