Berufsmaturität & Matura nachholen: Schulen und Vorbereitungskurse in der Schweiz

Gruppe von Studierenden für die Matura

Berufsmaturität, gymnasiale Matura oder Passerelle – welcher Bildungsweg passt zu dir?

Du möchtest die Berufsmaturität absolvieren, die Matura als Erwachsener nachholen oder dich auf ein Hochschulstudium vorbereiten? In der Schweiz stehen dir verschiedene Bildungswege offen. Ob Berufsmaturität während oder nach der Lehre (BM1 oder BM2), gymnasiale Maturität, Passerelle oder gezielte Prüfungsvorbereitung – mit dem passenden Abschluss kannst du deine schulischen und beruflichen Perspektiven erweitern.

Die Berufsmaturität verbindet eine berufliche Grundbildung mit einer erweiterten Allgemeinbildung und ermöglicht den Zugang zu Fachhochschulen in verwandten Studienrichtungen. Die gymnasiale Maturität eröffnet grundsätzlich den Zugang zu Schweizer Universitäten und ETH. Mit der Passerelle können auch Personen mit einer Berufs- oder anerkannten Fachmaturität den Weg an eine universitäre Hochschule einschlagen.

Berufsmaturität: Beruf + gute Allgemeinbildung = Aussicht auf anspruchsvolle Jobs

Die Berufsmaturität ist ein eidgenössisch anerkannter Abschluss und ermöglicht Berufsleuten mit EFZ ein berufsverwandtes Fachhochschulstudium sowie andere Studienmöglichkeiten. Sie kann während der Berufslehre (BM1) oder danach (BM2) absolviert werden. Für die Vorbereitung auf die Berufsmaturitätsprüfung (BM2) gibt es spezialisierte Kurse.

Auf dieser Seite erfährst du, welche Maturitätsschulen und Vorbereitungskurse es gibt, wie sich BM1 und BM2 unterscheiden, welche Fachrichtungen zur Auswahl stehen und wie du die Matura nachholen kannst.

Der wichtigste Unterschied zwischen der gymnasialen Matura (Matura) und der Berufsmaturität (Berufsmatura) liegt im Bildungsweg und den anschliessenden Studienmöglichkeiten.

Die gymnasiale Matura erwirbst du in der Regel an einem Gymnasium oder einer Maturitätsschule für Erwachsene. Sie vermittelt eine breite Allgemeinbildung und ermöglicht dir grundsätzlich den direkten Zugang zu Schweizer Universitäten und ETH.

Die Berufsmaturität hingegen kombiniert eine berufliche Grundbildung mit EFZ und einer erweiterten Allgemeinbildung. Du kannst sie während der Lehre (BM1) oder nach dem Lehrabschluss (BM2) absolvieren. Mit der Berufsmatura erhältst du prüfungsfreien Zugang zu Fachhochschulstudiengängen, die mit deiner beruflichen Grundbildung verwandt sind.

Möchtest du mit einer Berufsmaturität an einer Universität oder ETH studieren, kannst du über die Passerelle-Ergänzungsprüfung den entsprechenden Hochschulzugang erwerben. Beide Abschlüsse eröffnen dir somit attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.

Die Berufsmaturität (BM) verbindet eine berufliche Grundbildung mit erweiterten schulischen Kenntnissen. Sie kann während oder nach der beruflichen Grundbildung erworben werden.

Berufsmaturität BM1 – während der Lehre

Die BM1 absolvierst du parallel zu einer drei- oder vierjährigen beruflichen Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ). Neben deiner praktischen Berufsausbildung besuchst du zusätzlichen Berufsmaturitätsunterricht. Dabei vertiefst du deine Allgemeinbildung und bereitest dich auf ein späteres Fachhochschulstudium vor. Die BM1 eignet sich insbesondere, wenn du bereits während deiner Lehre gute schulische Leistungen erbringst und dir die Möglichkeit eines späteren Studiums offenhalten möchtest.

Berufsmaturität BM2 – nach der Lehre

Die BM2 richtet sich an Personen, die bereits über ein EFZ verfügen und die Berufsmaturität nachträglich erwerben möchten. Je nach Schule kannst du die BM2 in Vollzeit oder Teilzeit absolvieren. Vollzeitlehrgänge dauern häufig ein Jahr, Teilzeitangebote entsprechend länger. Die BM2 eignet sich insbesondere für Berufsleute, die nach ihrer Lehre ein Fachhochschulstudium anstreben oder ihre schulischen Qualifikationen erweitern möchten.

In der Schweiz gibt es fünf offizielle Ausrichtungen der Berufsmaturität. Sie orientieren sich an unterschiedlichen Berufs- und Studienfeldern.

Gesundheit und Soziales

Diese Ausrichtung eignet sich für Personen, die sich für ein späteres Studium im Gesundheitswesen oder in der Sozialen Arbeit interessieren.

Schwerpunkt Gesundheit: Du beschäftigst dich je nach Lehrgang vertieft mit naturwissenschaftlichen und gesundheitsbezogenen Grundlagen. Diese Ausrichtung ist beispielsweise für Personen mit einem EFZ aus einem Gesundheitsberuf interessant.

Schwerpunkt Soziale Arbeit: Diese Variante richtet sich an Personen, die eine Weiterbildung oder ein Studium in sozialen Berufsfeldern anstreben.

Technik, Architektur und Life Sciences

Diese Ausrichtung legt einen Schwerpunkt auf mathematische und naturwissenschaftliche Kenntnisse.

Sie eignet sich insbesondere für Personen, die ein späteres Studium in Technik, Informatik, Architektur oder naturwissenschaftlich geprägten Fachbereichen planen.

Wirtschaft und Dienstleistungen

Diese Ausrichtung verbindet erweiterte Allgemeinbildung mit wirtschaftlichen und dienstleistungsbezogenen Themen.

Typ Wirtschaft: Besonders interessant für Personen mit kaufmännischem Hintergrund und Interesse an betriebswirtschaftlichen Studiengängen.

Typ Dienstleistungen: Richtet sich an Personen aus dienstleistungsorientierten Berufsfeldern und bereitet auf entsprechende weiterführende Studienmöglichkeiten vor.

Weitere Berufsmaturitätsrichtungen

Neben den auf dieser Seite aufgeführten Angeboten existieren in der Schweiz auch die offiziellen Ausrichtungen Gestaltung und Kunst sowie Natur, Landschaft und Lebensmittel. Welche Berufsmaturitätsrichtung du wählen kannst, hängt unter anderem von deinem erlernten Beruf, deinem Bildungsziel und den verfügbaren Schulangeboten ab.

Du hast keine gymnasiale Maturität abgeschlossen, möchtest aber später an einer Universität oder ETH studieren? Auch als erwachsene Person kannst du die Matura nachholen.

Maturitätsschulen für Erwachsene

Maturitätsschulen für Erwachsene bieten strukturierte Bildungsprogramme zur Vorbereitung auf die gymnasiale Maturität an. Je nach Schule stehen unterschiedliche Unterrichtsmodelle zur Verfügung, beispielsweise Vollzeitunterricht oder Angebote, die sich mit einer beruflichen Tätigkeit kombinieren lassen. Typische Unterrichtsfächer sind:

  • Mathematik und Naturwissenschaften
  • Deutsch und Fremdsprachen
  • Geschichte und Geografie
  • Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Weitere gymnasiale Grundlagenfächer

Die Ausbildungsdauer hängt von der Schule, dem Unterrichtsmodell und deiner Vorbildung ab.

Vorbereitungskurse für die Schweizerische Maturitätsprüfung

Die Schweizerische Maturitätsprüfung ermöglicht es dir, einen gymnasialen Maturitätsausweis zu erwerben, ohne einen anerkannten gymnasialen Bildungsgang besuchen zu müssen. Du kannst dich selbstständig oder mit einem Vorbereitungskurs auf die Prüfung vorbereiten. Ein Vorbereitungskurs unterstützt dich beim Aufbau des erforderlichen Wissens und bei der gezielten Prüfungsvorbereitung. Der anerkannte Abschluss wird erst durch die erfolgreich bestandene Maturitätsprüfung erworben.

Passerelle: Von der Berufsmaturität an die Universität oder ETH

Du hast bereits eine Berufsmaturität oder eine gesamtschweizerisch anerkannte Fachmaturität und möchtest an einer Universität, ETH oder Pädagogischen Hochschule studieren? Dann kann die Passerelle der passende Bildungsweg sein.

Die Ergänzungsprüfung Passerelle eröffnet zusammen mit dem erforderlichen Maturitätszeugnis den allgemeinen Zugang zu universitären und pädagogischen Hochschulen in der Schweiz.

Was lerne ich in einem Passerellenkurs?

Typische Prüfungsgebiete sind:

  • Erste Landessprache
  • Zweite Landessprache oder Englisch
  • Mathematik
  • Naturwissenschaften
  • Geistes- und Sozialwissenschaften

Die Vorbereitung erfolgt häufig im Rahmen eines strukturierten Lehrgangs. Eine selbstständige Prüfungsvorbereitung ist ebenfalls möglich.

Ist die Passerelle dasselbe wie die gymnasiale Maturität?

Nein. Die Passerelle ist eine Ergänzungsprüfung und kein eigenständiger gymnasialer Maturitätsabschluss. In Verbindung mit einer eidgenössischen Berufsmaturität oder einer gesamtschweizerisch anerkannten Fachmaturität ist sie hinsichtlich des Hochschulzugangs in der Schweiz der gymnasialen Maturität gleichgestellt.

Die folgende Liste zeigt dir passende Anbieter:

Berufsmaturität  ( Aargau
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  • Solothurn
  • Thun
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  • Rapperswil
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  • Schaffhausen
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  • Winterthur
  • Zürich
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Berufsmaturitätsschule (BMS), Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Gesundheit  ( Zürich
  • Bülach
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Berufsmaturitätsschule (BMS), Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Soziale Arbeit  ( Zürich
  • Bülach
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  • Wetzikon
  • Winterthur
  • Zürich
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Berufsmaturitätsschule (BMS), Technik, Architektur und Life Sciences, Schwerpunkt Naturwissenschaften  ( Zürich
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  • Winterthur
  • Zürich
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Berufsmaturitätsschule (BMS), Wirtschaft und Dienstleistungen, Schwerpunkt Dienstleistungen  ( Ostschweiz
  • Buchs
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Berufsmaturitätsschule (BMS), Wirtschaft und Dienstleistungen, Schwerpunkt Wirtschaft  ( Zürich
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Berufsmaturität für Erwachsene BM2 Vorbereitungskurse  ( Aargau
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Maturitätsschulen für Erwachsene (Matura)  ( Aargau
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, Zentralschweiz
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Passerelle  ( Aargau
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  • Zofingen
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  • Wil SG
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Vorbereitungskurse für eidgenössische Maturität  ( Aargau
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  • Zofingen
, Bern
  • Bern
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  • Thun
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Vorbereitungskurse Aufnahmeprüfung Fachhochschule (Zert.)  ( Aargau
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  • Basel
  • Liestal
  • Reinach
, Bern
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Vorbereitungskurse Mathematik Berufsmaturität  ( Zürich
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Berufsmaturität (BM1 und BM2): Dein Weg zum Studium an einer Fachhochschule, Vorteile und Karrieremöglichkeiten

Mit der Berufsmaturität (BM) kombinierst du eine berufliche Grundbildung mit einer erweiterten Allgemeinbildung und schaffst damit die Voraussetzung für ein Studium an einer Fachhochschule (FH). Die Berufsmaturität ermöglicht dir in der Regel den prüfungsfreien Zugang zu einem fachlich verwandten Bachelorstudiengang. Für fachfremde Studienrichtungen können zusätzliche Anforderungen wie Berufspraktika oder Aufnahmeverfahren gelten.

Du möchtest die Berufsmaturität während oder nach deiner Lehre absolvieren? In der Schweiz stehen dir zwei Ausbildungswege offen:

Berufsmaturität während der Lehre (BM1): Du besuchst parallel zu deiner beruflichen Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) die Berufsmaturitätsschule. Nach erfolgreichem Abschluss erhältst du sowohl das EFZ als auch das eidgenössische Berufsmaturitätszeugnis.
Berufsmaturität nach der Lehre (BM2): Wenn du bereits über ein EFZ verfügst, kannst du die Berufsmaturität nachholen. Vollzeitausbildungen dauern in der Regel zwei Semester, berufsbegleitende Angebote meist drei bis vier Semester. Je nach Schule und Ausbildungsmodell sind auch andere Zeitmodelle möglich.

Die Berufsmaturität wird in fünf Ausrichtungen angeboten: Technik, Architektur und Life Sciences; Natur, Landschaft und Lebensmittel; Wirtschaft und Dienstleistungen; Gestaltung und Kunst; sowie Gesundheit und Soziales. Welche Ausrichtung zu dir passt, hängt insbesondere von deiner beruflichen Grundbildung und deinen späteren Studienzielen ab.

Welche Voraussetzungen musst du für die Berufsmaturität erfüllen? Für die BM1 benötigst du einen Lehrvertrag für eine EFZ-Ausbildung, für die BM2 ein abgeschlossenes EFZ. Die schulischen Aufnahmebedingungen unterscheiden sich je nach Kanton und Bildungsanbieter. Je nach Vorbildung und schulischen Leistungen ist eine prüfungsfreie Aufnahme möglich oder du musst eine Aufnahmeprüfung bestehen. Mit einem BM-Vorbereitungskurs kannst du deine Kenntnisse beispielsweise in Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen gezielt auffrischen.

Mit der Berufsmaturität stehen dir zusätzliche Bildungswege offen. Über die Passerellen-Ergänzungsprüfung kannst du zudem die allgemeine Zulassung zu universitären und pädagogischen Hochschulen in der Schweiz erwerben. Für einzelne Studiengänge können weitere Zulassungsbedingungen gelten.

Eine Maturitätsausbildung kann dir neue schulische und berufliche Perspektiven eröffnen.

Besonders wichtige Vorteile sind:

  • Zugang zu weiterführenden Hochschulausbildungen
  • Erweiterung deiner Allgemeinbildung
  • Vertiefung deiner Sprach-, Mathematik- und Fachkenntnisse
  • Vorbereitung auf anspruchsvolle Studiengänge
  • Neue berufliche Entwicklungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten
  • Möglichkeit, einen früher nicht eingeschlagenen Bildungsweg nachzuholen
  • Bessere Voraussetzungen für einen späteren Berufswechsel

Eine Maturität führt nicht unmittelbar zu einem neuen Beruf, kann aber eine wichtige Voraussetzung für ein Hochschulstudium und die anschliessende berufliche Weiterentwicklung sein.

Berufsmaturität: Grundlage für eine Karriere auf Hochschul-Niveau

Fragen und Antworten

Diese Fächer hast du in der Berufsmaturität:

Grundlagenfächer bilden die Basis deines Unterrichts:

  • Erste Landessprache (z. B. Deutsch, Französisch oder Italienisch)
  • Zweite Landessprache oder Englisch
  • Mathematik

Je nach gewählter BM-Ausrichtung kommen Schwerpunktfächer dazu. Diese passen zu deinem Berufsfeld, zum Beispiel Wirtschaft, Naturwissenschaften, Gestaltung oder Soziales.

Ergänzt wird der Unterricht durch Allgemeinbildungsfächer wie Geschichte und Politik oder Wirtschaft und Recht. Ausserdem schreibst du eine grössere Projektarbeit, bei der du Wissen aus verschiedenen Fächern miteinander verbindest.

Mehr erfahren? Am einfachsten direkt beim Anbieter nachfragen – über unser Kontaktformular oder den „Frage stellen“-Button geht das schnell, einfach und unverbindlich.

Die üblichen Zulassungsbedingungen für die Technische Berufsmaturität nach Berufsabschluss sind:

  • Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (abgeschlossene Berufslehre)
  • Deutsch: Niveau Lehrabschluss
  • Französisch und Englisch: Niveau A2 des Europäischen Referenzrahmens
  • Algebra: Niveau Sekundarschulabschluss Typ A
  • Geometrie: Niveau Sekundarschulabschluss Typ A

Im Auftrag von Ausbildung-Weiterbildung.ch wurde eine Umfrage bei Personen gemacht, die sich mit der Berufsmaturität als Ausbildungsoption auseinandersetzen. Das Ergebnis zeigt folgende Auslöser für das Interesse an diesem Abschluss:

  • 71 % möchte einen Bedürfnisabgleich machen
  • 19 % hat eine Empfehlung dazu erhalten
  • 10 % möchte die Berufsmaturität nachholen, weil diese oft in Jobinseraten erwähnt wird
  • Freitextantworten
    • "Man hat danach mehrere Optionen um ein Studium zu beginnen"
    • "Ich möchte nach der Berufsmaturität studieren"
    • "Weiterentwicklung"
    • "Damit ich mehr Möglichkeiten habe, da meine Zukunft dies verlangt"
    • "Für die Zulassung Fachhochschule"
    • "Private Interessen"

Es ist nicht zwingend notwendig, dass Sie die Berufsmaturität in der Fachrichtung beginnen, in der Sie Ihren Lehrabschluss erworben haben. Für die BM2 können Sie die Fachrichtung unabhängig von anderen Vorbildungen individuell auswählen.

Bei der Berufsmaturität nach der Lehre – BMS2 – ist eine BMS ohne Aufnahmeprüfung möglich. Zur Aufnahme braucht man ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ). Dies um den Zugang zum Berufsmaturitätsunterricht nach der beruflichen Grundbildung (BM 2) ohne Prüfung zu ermöglichen. Man kann sich auch vor Lehrabschluss anmelden und das EFZ dann einfach nachreichen.

Höchstens ein Jahr im Voraus können Sie die BMS-Aufnahmeprüfung ablegen, also im letzten Sekundarstufe I Schuljahr. Da die Aufnahmeprüfung für die Berufsmaturität nur ein Jahr beträgt, müssen Sie in dieser Zeit nicht nur Ihren Schulabschluss, sondern auch einen gültigen Lehrvertrag vorweisen können.

Die Berufsmaturität Dauer nach Abschluss der beruflichen Grundbildung (BM2) und zur Entwicklung zu qualifizierten Berufsfachleute ist:

  • Vollzeitausbildung dauert zwei Semester
  • Teilzeitvarianten dauern in der Regel drei bis fünf Semester
  • Eine weitere Möglichkeit ist der direkte Zugang zur eidgenössischen Berufsmaturitätsprüfung. Damit kann nach individueller Vorbereitung ein eidgenössisches Berufsmaturitätszeugnis erworben werden. Der Zeitaufwand kann selbst bestimmt werden.

Jede Berufsmaturitätsausrichtung führt zu spezifischen Studiengebieten. Die Ausrichtungen der Berufsmatura nach der Lehre (BMS nach der Lehre) führt je nach Beruf zu folgenden FH-Fachbereichen:

  • Technik, Architektur und Life Sciences:
    • Technik und Informationstechnologie
    • Architektur, Bau- und Planungswesen
    • Chemie und Life Sciences
  • Natur, Landschaft und Lebensmittel
    • Landwirtschaft
    • Forstwirtschaft
  • Wirtschaft und Dienstleistungen
    • Wirtschaft
    • Dienstleistungen
  • Gestaltung und Kunst
    • Design
  • Gesundheit und Soziales
    • Gesundheit

 

Wer zum eidg. Berufsmaturitätszeugnis noch die Passerellen-Ergänzungsprüfung bestanden hat, kann sich an einer schweizerischen universitären Hochschule UH oder Pädagogische Hochschule PH immatrikulieren.

Die Berufsmaturität 2 (BM2) ist wie die Berufsmaturität 1 (BM1) ein Abschluss auf Sekundarstufe II, der sowohl eine berufliche Grundbildung mit EFZ-Abschluss (eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) attestiert als auch eine erweiterte Allgemeinbildung.

Der Unterschied zwischen BM1 und BM2 ist, dass BM1 während der Lehre absolviert wird, BM2 danach.

BM1 und BM2 sind gleichwertig und ermöglichen den Zugang zu einem Bachelorstudium an einer Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule im Bereich der erlernten Fachrichtung.

Die Berufsmaturität (BM1 und BM2) ist eine gute Möglichkeit für lernstarke junge Menschen, sich eine Berufslaufbahn mit hohem Praxisbezug und Führungs-, Forschungs-, Innovations- und weiteren interessanten Perspektiven zu eröffnen.

Weitere Infos findest du hier.

Es besteht die Möglichkeit, die Berufsmaturität (BM) auf verschiedenen Wegen zu erlangen. Für Personen, die bereits früh wissen, dass sie die BM anstreben, kann eine Berufslehre mit integrierter BM1 infrage kommen. In einem solchen Fall besuchen Sie an zwei Tagen in der Woche die Berufsschule und nicht wie üblich, ausschliesslich an einem Tag, und arbeiten in den restlichen drei Tagen in der Woche in Ihrem Lehrbetrieb. Sollten Sie nicht bereits vor Lehrbeginn wissen, dass Sie eine Berufsmatura machen möchten, so können Sie sich auch im Verlauf Ihrer Berufsausbildung für eine solche entscheiden und eine entsprechende Berufsmaturitätsschule besuchen. Eine weitere Möglichkeit ist die BM2, die Berufsmaturität auf dem zweiten Bildungsweg. Für diese Variante benötigen Sie ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EZF und können den Unterricht in Vollzeit oder berufsbegleitend besuchen.

Um an einer Berufsmaturitätsschule zugelassen zu werden und auf dem zweiten Bildungsweg die Berufsmatura nachzuholen, ist es notwendig, dass Sie über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ verfügen. Ohne ein solches können Sie keine Berufsmaturität (B)M anstreben.

Ja. Es steht dir frei, wie du dich für die BM2, das heisst auf die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung nach dem Lehrabschluss mit EFZ vorbereitest.

Möglich sind also sowohl Vollzeitkurse wie Teilzeitkurse oder selbständige Vorbereitung.

Berufsmaturitätsschulen bieten unterschiedliche Kursmodelle an – auch solche, bei denen du neben dem Kurs bis zu 80 Prozent berufstätig bleiben kannst.

Weitere Infos findest du hier.

Die berufsbegleitende Berufsmaturität ermöglicht dir, die Berufsmaturität parallel zur Lehre oder zum Beruf zu absolvieren. Sie ist eine Berufsmaturität Ausbildung oder Berufsmaturität Weiterbildung, die Schule und Praxis kombiniert und dich auf ein Studium an einer Fachhochschule vorbereitet.

Typischerweise funktioniert die berufsbegleitende Berufsmaturität so:

  • Teilzeitunterricht neben der Arbeit oder Lehre, meist an 1–2 Tagen pro Woche
  • Parallel berufliche Tätigkeit in einem passenden Lehrbetrieb oder Job
  • Vertiefte Allgemeinbildung, z. B. in Mathematik, Sprachen und Naturwissenschaften
  • Projektarbeiten und interdisziplinäre Arbeiten, die Praxis und Theorie verbinden
  • Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung

Eine berufsbegleitende Berufsmaturität oder Berufsmaturität Ausbildung ist besonders geeignet für Personen, die bereits eine berufliche Grundbildung absolvieren oder abgeschlossen haben und sich akademisch weiterentwickeln möchten.

Fazit: Die berufsbegleitende Berufsmaturität verbindet Arbeit und Schule und eröffnet dir den Weg zu einem Studium an einer Fachhochschule. Informiere dich über passende Programme oder fordere unverbindlich Unterlagen an, um deinen Bildungsweg zu planen.

Die Berufsmaturität (BM) kann in fünf Ausrichtungen absolviert werden:

  • Technik, Architektur und Life Sciences
  • Natur, Landschaft und Lebensmittel
  • Wirtschaft und Dienstleistungen
  • Gestaltung und Kunst
  • Gesundheit und Soziales

Je nach gewählter Berufsmaturität Richtung oder Wohnkanton variieren die Berufsmaturität Kosten nach der beruflichen Grundbildung zwischen kostenlos und bis zu CHF 20'000. Wenn Sie die Berufsmaturität (BMS) in Ihrem Wohnkanton absolvieren möchten, ist sie an öffentlichen Schulen kostenlos. Das Schulmaterial ist jedoch nicht inbegriffen. Wer in einem anderen Kanton oder in einer Privatschule zur Schule gehen will, muss Schulgeld bezahlen.

Eine Befragung des Bildungsportals Ausbildung-Weiterbildung.ch zeigt, was den Impact für Anfragen bei Berufsmaturitätsschulen über deren Bildungsangebot auslöst. Alle Anfragen für Detailinformationen von Schulen werden zu 52 % durch eine Online-Bewertung ausgelöst. 29 % sind einer Empfehlung geschuldet. Bei 19 % ist das Kennen dieser Schule der Anfragenauslöser. Zwei Freitextantworten nennen "Nähe zum Wohnort" und "Teilzeit-Ausbildung" als Auslöser.

Die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung (EBMP) bietet Personen mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) die Möglichkeit, eine Berufsmatura nachzuholen. Nach individueller Vorbereitung oder durch einen Lehrgang kann an einer zentral durch das SBFI organisierten Prüfung (schriftlich und mündlich) die eidgenössische Berufsmaturität erlangt werden. Die SBFI Berufsmaturität kann also auch absolviert werden, ohne vorher den Berufsmaturitätsunterricht in einem anerkannten Bildungsgang für die Berufsmaturität zu besuchen.

Tipps, Tests und Infos zur Berufsmaturität

Was ist die Berufsmaturität?
» Beschreibung Bildungsweg
Führt die Berufsmatura zu einer Lohnerhöhung?
» Lohninfos Lohnrechner
Was für Fähigkeiten und Kenntnisse erwerbe ich in den Vorbereitungskursen?
» Fähigkeiten und berufliche Kompetenzen
Was für Möglichkeiten eröffnet mir dieser Lehrgang?
» Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten mit Berufsmaturität
Welche Erfahrungen haben bisherige Teilnehmer/innen mit dem Lehrgang gemacht?
» Bewertung Ausbildung / Erfahrungen
Ist die Berufsmaturität BM2 das Richtige für mich?
» Selbsttest zum Lehrgang
Erfahrungen: Interview mit einer Absolventin Berufsmaturität
» Erfahrungsbericht Diana Pereira
Was sind die Vorteile dieses Abschlusses?
» 10 Vorteile
Was könnten mögliche Nachteile sein?
» 4 Nachteile

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Redaktionelle Leitung:

Stefan Schmidlin

Stefan Schmidlin, Bildungsberatung, Content-Team Modula AG

Quellen

Website des Schweizerischen Sekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI , Website www.berufsberatung.ch (offizielles schweizerisches Informationsportal der Studien-, Berufs- und Laufbahnberatung) sowie Websites und anderweitige Informationen der Berufsverbände und Bildungsanbieter.

Fehler gefunden? – Dann melde dich bitte. Wir gehen der Sache gleich nach.

Erfahrungen, Bewertungen und Meinungen zur Ausbildung / Weiterbildung

Vorschaubild des Videos «4 Schritte zur richtigen Weiterbildung»
Vorschaubild des Videos «Warum Ausbildung-Weiterbildung.ch? Bildungsportal mit top Service für Bildungsinteressenten»
Vorschaubild des Videos «Ich absolviere die BM in 2 Semester»
Vorschaubild des Videos «Berufsmaturität an der Academic Gateway AG»

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