Wie finanziere ich meine Ausbildung oder Weiterbildung?

Die Entscheidung für eine Aus- oder Weiterbildung ist ein wichtiger Schritt – fachlich wie auch persönlich. Doch neben Motivation und Zeit stellt sich oft eine zentrale Frage: Wie lässt sich diese Investition finanzieren? Ob Kursgebühren, Lernmaterialien oder der mögliche Verdienstausfall – die Kosten können schnell beträchtlich werden.

Im kostenlosen Ratgeber «So finanzieren Sie Ihre Weiterbildung richtig» erfährst du unter anderem, wie du die Gesamtkosten für deine Weiterbildung berechnen kannst, welche Finanzierungsmöglichkeiten dir zur Verfügung stehen und wer sich allenfalls an den Kosten beteiligen könnte.

 

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Antworten auf die wichtigsten Fragen

  • Welche Vorüberlegungen sollten getroffen werden?
  • Worauf muss ich bei der Wahl des richtigen Bildungsanbieters achten?
  • Wie kann ich meine Rendite berechnen?
  • Was für Geldquellen und Finanzierungsmodelle gibt es?
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Nebst konkreten Rendite-Beispielen für Weiterbildungen auf der Basis des Lohnrechners des Bundes, gibt dieser Ratgeber auch einen Überblick über das Schweizer Bildungssystem (Bildungsbereiche und -stufen, Zulassungsbedingungen, Anerkennung von Diplomen usw.).

So profitierst du konkret

Teilnehmende an Lehrgängen als Vorbereitung auf die eidgenössischen Prüfungen erhalten 50% der Lehrgangsgebühren zurück, egal ob sie die eidgenössischen Prüfungen bestehen oder nicht. Dies gilt für die Lehrgänge, welche mit einem eidgenössischen Fachausweis oder einem eidgenössischen Diplom abschliessen. 

Beispiel 1: 

Der Lehrgang für die Berufsprüfung «Logistikfachmann / Logistikfachfrau mit eidg. Fachausweis» kostet bei einer Schule Fr. 13'000.- plus vom Kursanbieter verrechnete Lehrmittel und Kursmaterialien (anrechenbare Kosten). Dieser Betrag (Fr. 13'000 plus Lehrmittel und Kursmaterialien) muss von den Teilnehmenden an die Schule überwiesen werden. 

Nach Abschluss der eidgenössischen Prüfungen können die Absolvierenden 50% der Kursgebühren und die Kosten für die Lehrmittel vom Bund zurückfordern, also Fr. 6'500.- plus 50% für die Lehrmittel und Kursmaterialien. Nachdem die eidgenössische Prüfung absolviert wurde, können die Bundesbeiträge beantragt werden, unabhängig davon, ob die Prüfung erfolgreich abgeschlossen wurde oder nicht.

Der maximale Betrag der Bundesbeiträge beträgt bei den Lehrgängen mit eidg. Fachausweis Fr. 9'500.-. Die Prüfungsgebühren, Verpflegung, Reisekosten, Übernachtungen und werden vom Bund nicht finanziert.

Beispiel 2:

Der Lehrgang für die höhere Fachprüfung «Verkaufsleiter / Verkaufsleiterin mit eidg. Diplom» kostet bei einer Schule Fr. 15'000.- plus vom Kursanbieter verrechnete Lehrmittel und Kursmaterialien (anrechenbare Kosten). Dieser Betrag (Fr. 15'000 plus Lehrmittel und Kursmaterialien) muss von den Teilnehmenden an die Schule überwiesen werden. 

Nach Abschluss der eidgenössischen Prüfungen können die Absolvierenden 50% der Kursgebühren und die Kosten für die Lehrmittel vom Bund zurückfordern, also Fr. 6'500.- plus 50% für die Lehrmittel und Kursmaterialien. Nachdem die eidgenössische Prüfung absolviert wurde, können die Bundesbeiträge beantragt werden, unabhängig davon, ob die Prüfung erfolgreich abgeschlossen wurde oder nicht.

Der maximale Betrag der Bundesbeiträge beträgt bei den Lehrgängen mit eidg. Diplom Fr. 10'500.-. Die Prüfungsgebühren, Verpflegung, Reisekosten, Übernachtungen und werden vom Bund nicht finanziert.

Weitere Informationen siehe unter: https://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/bildung/bwb/hbb/bundesbeitraege.html

Die Lehrgänge der höheren Fachschulen werden durch die Kantone mit rund 50% subventioniert. Bei Bildungsgängen mit einem erhöhten Interesse (Beispiel «Gesundheit») können die kantonalen Beiträge auf bis zu 90% der Durchschnittskosten erhöht werden. Die restlichen Kosten werden mehrheitlich durch die Studiengebühren gedeckt.

Keine Subventionen erhalten die Nachdiplomstudiengänge (NDS) wie zum Beispiel der Lehrgang «Dipl. Online Marketingmanager/in NDS HF».

Die Studiengebühren an Hochschulen sind sehr stark subventioniert. Die Studiengebühren der Universität Zürich liegen aktuell bei Fr. 800.- pro Semester.

Viele Arbeitgebende sind gegenüber einer Weiterbildung positiv gestimmt und bereit, sich zeitlich oder finanziell daran zu beteiligen, sofern die Weiterbildung dem Unternehmen einen klaren Nutzen bringt. 

Oft sind finanzielle Beteiligungen seitens der Arbeitgebenden mit einer zeitlichen und finanziellen Verpflichtung verbunden. In vielen Fällen wird dies so vereinbart, dass sich Arbeitnehmende bezüglich der Weiterbildung für eine gewisse Zeit beim Arbeitgeber verpflichten wie beispielsweise für zwei Jahre. Wird der Arbeitsvertrag innerhalb dieser zwei Jahre seitens des Arbeitnehmenden gekündigt, muss er die Beteiligung seitens des Arbeitsgebers anteilig zurückzahlen.

Das soziale Umfeld ist bei Anfragen zur Unterstützung von Weiterbildungen in der Regel sehr positiv eingestellt, weil sie Investitionen in die Bildung als sehr sinnvoll und nachhaltig beurteilen. Somit stehen die Chancen gut, vom sozialen Umfeld finanziell unterstützt zu werden.

Es gibt einige Stiftungen, die bildungsinteressierte Personen finanziell bezüglich einer Aus- oder Weiterbildung unterstützen. Oft profitieren diese Personen von kostenlosen Dienstleistungen wie beispielsweise bei der Umsetzung, Begleitung und Budgetierung von Bildungsvorhaben. Zudem vermitteln diese Stiftungen oft zinsgünstige Bildungsdarlehen (müssen zurückbezahlt werden) oder Stipendien (müssen nicht zurückbezahlt werden).

  • Beispiel: https://educaswiss.ch/ bzw. https://www.stipendium.ch/
  • Weitere Infos: https://www.edk.ch/de/themen/stipendien/stipendienstellen 

Verschieden Finanzinstitute bieten Bildungskredite an. Die Zinsen sind zwar günstiger als bei anderen Beschaffungen, allerdings immer noch teurer als bei Bildungsdarlehen. Bei Finanzinstituten ist mit 5-9 % Zins zu rechnen, bei Bildungsdarlehen von Stiftungen 2-3 %.

Beispiele:

  • Postfinance.ch: https://www.postfinance.ch/de/privat/finanzieren/privatkredit.html            
  • Cashgate.ch: https://www.cashgate.ch/de/kredit/weiterbildungskredit

Seit 2023 finanziert die Stadt Zürich berufliche Weiterbildung, vor allem für Geringqualifizierte, die mit diesen Massnahmen die arbeitsmarktfähig halten oder steigern können. Ralf Margreiter, Abteilungsleiter Stipendien des Laufbahnzentrums Zürich bezeichnet die Vergabe von Arbeitsmarktstipendien als präventive Sozialpolitik. Die Stadt Zürich ist bei der finanziellen Unterstützung grosszügig. So werden die direkten Kosten wie die Kurskosten, Lehrmittel etc. und die indirekten Kosten übernommen, wie beispielsweise die Kosten für eine Kinderbetreuung oder einen Erwerbsausfall, wenn eine Person aufgrund einer Weiterbildung weniger arbeiten kann. 

Die Massnahmen betreffen nicht nur Geringqualifizierte, sondern auch Personen, die beispielsweise durch neue Technologien wie die Künstliche Intelligenz ihren Job verlieren und sich deshalb umschulen müssen.

  • Weitere Infos: https://www.stadt-zuerich.ch/de/bildung/berufsberatung-laufbahnberatung/stipendien/arbeitsmarktstipendien.html

Auch in Zug gibt es ein ähnliches Projekt:

  • Zug: https://zg.ch/de/bildung/bslb/ausbildungsbeitraege/ams

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