Naturpädagogik: Ausbildung, Infos, Tipps, Schulen und Angebote

Die Naturpädagogik – eine abwechslungsreiche Tätigkeit

Fragen und Antworten

Bei einer Weiterbildung Naturpädagoge werden folgende Ziele verfolgt:

  • Umweltbildung (UB)
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)
  • Gruppenprozesse erfahren und erlernen
  • Didaktik Methoden kennen und anwenden können
  • Kommunikation und Partizipation in Lernprozessen beherrschen
  • Lernen in und mit der Natur Exkursionsdidaktik

Nach einer Weiterbildung Naturpädagogik kann man folgende Aufgaben ausüben:

  • Erlebnisorientiertes Vermitteln von Umweltthemen am Beispiel Wald und Natur
  • Neugier und Interesse für alles Lebendige wecken - über einen praktischen Ansatz
  • Verständnis für den Lebensraum Wald, für seine Funktionen, aber auch für die Forstwirtschaft, durch Erlebnisse im Wald (Unterbereich Waldpädagogik) fördern
  • Die Teilnehmenden sollen sich selber und die Natur um sie herum bewusst wahrnehmen können
  • Vorbereiten, Durchführen und Evaluieren von erlebnispädagogischen Kursen und Outdoor-Trainings
  • Fördern von Sozial- und Selbstkompetenzen mit ganzheitlicher, handlungsorientierter Methode - durch das Reflektieren des Erlebten in der Gruppe wird ein Lernprozess möglich gemacht

Die Dauer einer Ausbildung Naturpädagoge / Naturpädagogin variiert sehr stark und kann zwischen einigen Tagen und einigen Wochen liegen, da es sich beim Zertifikatslehrgang Natur Pädagogik nicht um eine reglementierte Ausbildung Naturpädagogik handelt. Die genaue Ausbildungsdauer sollte vor der Anmeldung beim Ausbildungsinstitut erfragt werden.

Naturpädagogik Kindergarten ist sinnvoll, weil:

  • Natur und Umwelt zählen sicherlich zu den wichtigsten Themen des 21. Jahrhunderts
  • es ist deshalb wichtig, Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen ein Verständnis für die uns alle umgebende Natur zu vermitteln
  • sollte in der Grundschule sowie auf weiterführenden Schulen eine wichtige Rolle spielen
  • Wissensvermittlung steht im Vordergrund – aber nicht über den klassischen Weg, sondern über das Erlebnis

Es gibt eine Vielzahl von Personengruppen, für die eine Naturpädagogik-Ausbildung oder -Weiterbildung bestens eignet. besonders geeignet ist. Je nach Ausrichtung der Ausbildung können dies sein:

  • Pädagogen und Pädagoginnen
  • Lehrer und Lehrerinnen
  • Kleinkindererzieher und Kleinkindererzieherinnen
  • Kitabetreuer und Kitabetreuerinnen
  • Spielgruppenleiter und Spielgruppenleiterinnen
  • Kindergärtner und Kindergärtnerinnen
  • Forstleute
  • Jäger und Jägerinnen
  • Personen in der Selbstfindung
  • Interessierte Personen

Unsicher, ob die Teilnahme möglich ist? Wir empfehlen, direkt den Anbieter zu kontaktieren – ganz unkompliziert und unverbindlich über unser Kontaktformular oder den „Frage stellen“-Button.

Es gibt folgende Möglichkeiten für eine Natur -und Waldpädagogik Ausbildung:

  • Schuleigenes Diplom/Zertifikat
    • Umwelt-Erwachsenenbildner/in für Erwachsene
    • Naturpädagogik für Altersstufe 4-9 bei Kindern
    • Naturpädagogik Ausbildung für alle Altersstufen
    • forstliche Waldpädagogik
    • Natur- und Wildnispädagogik
  • Abschluss Verband/Vereinigung/Branchenlabel
  • Certificate of Advanced Studies (CAS) Fachhochschule (z.B. Naturbezogene Umweltbildung)

Die Inhalte einer Naturpädagogik Weiterbildung variieren je nach Bildungseinrichtung. Es gibt keine bundesweit einheitlichen Standards – jeder Anbieter setzt individuelle Schwerpunkte. Dennoch lassen sich bestimmte Themenbereiche benennen, die häufig Bestandteil der Weiterbildung sind. Besonders bei Kursen mit dem Fokus auf Waldspielgruppenleitung werden unter anderem folgende Inhalte vermittelt:

  • Freies Spiel in der Natur: Bedeutung und Begleitung kindlicher Entwicklungsprozesse im Wald
  • Erste Hilfe im Outdoor-Bereich: Grundlagen und Besonderheiten bei Notfällen im Gelände
  • Einfache Bautechniken: Umgang mit Naturmaterialien zum Bau von Spiel- und Schutzstrukturen
  • Grundlagen der Pflanzenkunde: Erkennen, Bestimmen und sicherer Umgang mit heimischer Flora
  • Tierspuren erkennen und beobachten: Einführung in die Wildtierkunde und ökologische Zusammenhänge
  • Werken mit Naturmaterialien: Kreative Gestaltungsmöglichkeiten für Gruppenaktivitäten
  • Kochen und Feuertechniken: Praxisnahe Vermittlung von Feuerstellenbau, Lagerfeuersicherheit und Outdoorküche
  • Wahrnehmungsförderung: Übungen zur Sinneswahrnehmung und Achtsamkeit in der Natur
  • Naturbezogene Lieder und Spiele: Einsatzmöglichkeiten in der pädagogischen Arbeit
  • Projektmanagement: Planung, Durchführung und Dokumentation naturpädagogischer Angebote
  • Rituale in der Naturpädagogik: Bedeutung und Anwendung in Gruppenprozessen

Diese Themen bieten eine praxisnahe Grundlage, um Kinder und Gruppen sicher, kreativ und achtsam durch Naturerfahrungen zu begleiten. Ziel ist es, den Blick für ökologische Zusammenhänge zu schärfen und nachhaltige Naturerlebnisse zu ermöglichen.

Da jede Schule eigene inhaltliche Schwerpunkte setzt, sollte der genaue Lehrplan vor der Anmeldung direkt bei der jeweiligen Bildungseinrichtung erfragt werden.

Noch Fragen zum Lerninhalt?
Über das Kontaktformular kann direkt eine Anfrage an die gewünschte Schule gestellt werden. Einfach Schule auswählen, Frage eingeben – und Antwort erhalten.

Die Zulassungsbedingungen für eine Natur- und Waldpädagogik Ausbildung sind abhängig von der gewählten Ausbildungsform:

  • Lehrgänge Naturpädagogik: offen für alle Personengruppen ab 20 Jahren
  • Umwelt-Erwachsenenbildner/in: Ausbildung, Studium oder Berufserfahrung im Umweltbereich
  • Forstliche Waldpädagogik:
    • forstliche Ausbildung, bspw. Forstwart/innen, Forstwart-Vorarbeiter/innen, Förster/innen HF oder
    • Bachelor in Forstwirtschaft, Master in Umweltnaturwissenschaften oder ähnliches
  • CAS Naturbezogene Umweltbildung:
    • Bachelor im Natur-/Umweltbereich oder im pädagogischen Bereich (Hauptzielgruppe sind Forstingenieure und Forstingenieurinnen, Lehrpersonen sowie Natur- und Umweltwissenschaftler/innen)
    • ebenfalls zugelassen werden können Personen mit einem Abschluss auf Stufe HF, BP oder HFP und mindestens zwei Jahren Berufserfahrung (vorzugsweise im forstlichen oder biologischen Bereich)

Bitte erkundigen Sie sich vor der Anmeldung bei der Schule über die genauen Zulassungsbedingungen.

Tipps, Tests und Infos zu «Naturpädagogin / Naturpädagoge (Zert.)»

Was ist Naturpädagogik?
» Definition
Was machen Naturpädagoginnen und -pädagogen?
» berufliche Tätigkeit
Wie werde ich Naturpädagogin oder Naturpädagoge? Was für Bildungswege und Abschlüsse gibt es?
» Ausbildungen, Voraussetzungen, Abschlüsse
Was lerne ich in der Ausbildung?
» Lernstoff, Fähigkeiten, Kenntnisse
Wie läuft die Ausbildung ab und was kostet sie?
» Ausbildungsdauer und Weiterbildungskosten
Was für Möglichkeiten eröffnet mir die Ausbildung?
» Perspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten
Ist Naturpädagogik die richtige Ausbildung für mich?
» Gehöre ich zur Zielgruppe
Welches sind die Vorteile dieser Ausbildung?
» 10 Vorteile
Welches sind mögliche Nachteile der Ausbildung zum Naturpädagogen?
» 4 Nachteile
Welche Tätigkeiten kommen in Job Naturpädagoge Anzeigen wie oft vor? Was wird verlangt?
» Informationen aus Stelleninseraten

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Redaktionelle Leitung:

Stefan Schmidlin

Stefan Schmidlin, Bildungsberatung, Content-Team Modula AG

Quellen

Website des Schweizerischen Sekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI , Website www.berufsberatung.ch (offizielles schweizerisches Informationsportal der Studien-, Berufs- und Laufbahnberatung) sowie Websites und anderweitige Informationen der Berufsverbände und Bildungsanbieter.

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Erfahrungen, Bewertungen und Meinungen zur Ausbildung / Weiterbildung

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