Psychologie & psychologische Beratung: Ausbildungen, Weiterbildungen und Karrierechancen
Menschen verstehen, begleiten und psychologische Zusammenhänge erkennen
Du interessierst dich für das menschliche Denken, Fühlen und Verhalten? Du möchtest verstehen, weshalb Menschen unterschiedlich reagieren, wie sie Entscheidungen treffen und wie sie bei persönlichen oder beruflichen Herausforderungen unterstützt werden können? Eine Ausbildung in Psychologie oder psychologischer Beratung eröffnet dir vielfältige Möglichkeiten, dich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und dein Wissen beruflich einzusetzen.
Die Bildungswege in der Schweiz reichen von Zertifikatskursen in Psychologie, Resilienz und psychosozialer Beratung über eidgenössische höhere Berufsabschlüsse bis zum Bachelor- und Masterstudium in Psychologie an einer Universität oder Fachhochschule. Hinzu kommen spezialisierte Weiterbildungen in Arbeits- und Organisationspsychologie, Kommunikationspsychologie, Kinderpsychologie und weiteren Fachgebieten.
Was ist der Unterschied zwischen Psychologie, psychologischer Beratung und Psychotherapie?
Die Begriffe werden häufig miteinander verwechselt, unterscheiden sich aber deutlich hinsichtlich Ausbildung, Tätigkeit und rechtlicher Anerkennung.
| Bereich | Schwerpunkt | Typischer Bildungsweg |
| Psychologie | Wissenschaftliche Untersuchung des menschlichen Erlebens und Verhaltens |
Bachelor- und Masterstudium in Psychologie |
| Psychologische / psychosoziale Beratung | Unterstützung bei persönlichen, sozialen und beruflichen Herausforderungen | Beratungsweiterbildungen, Zertifikatskurse oder eidg. Diplom |
| Psychotherapie | Fachliche Behandlung psychischer Störungen mit psychotherapeutischen Methoden | Anerkanntes Psychologiestudium und eidgenössisch anerkannte Psychotherapie-Weiterbildung |
In der Schweiz ist die Berufsbezeichnung Psychologin / Psychologe gesetzlich geschützt. Sie setzt einen entsprechend anerkannten Hochschulabschluss in Psychologie voraus.
Auch die Bezeichnung eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin / eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut ist geschützt. Dafür gelten zusätzliche gesetzliche Ausbildungs- und Anerkennungsvoraussetzungen.
Private Zertifikatsausbildungen in psychologischer Beratung oder therapeutischen Methoden ersetzen diese Qualifikationen nicht.
Psychologie ist die Wissenschaft vom menschlichen Erleben und Verhalten. Sie untersucht beispielsweise, wie Menschen denken, lernen, fühlen, Entscheidungen treffen und mit anderen interagieren. Dabei kommen wissenschaftliche Methoden zum Einsatz, um psychologische Zusammenhänge zu erforschen und Erkenntnisse für unterschiedliche Lebens- und Arbeitsbereiche zu gewinnen.
Zu den wichtigsten Teilgebieten gehören:
- Klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie
- Entwicklungspsychologie und Kinderpsychologie
- Arbeits- und Organisationspsychologie
- Sozialpsychologie
- Persönlichkeitspsychologie
- Pädagogische Psychologie
- Wirtschafts- und Konsumentenpsychologie
Psychologische Beratung beschäftigt sich mit der Unterstützung von Menschen bei persönlichen, sozialen oder beruflichen Herausforderungen. Im Mittelpunkt stehen beispielsweise die Klärung schwieriger Lebenssituationen, die Stärkung persönlicher Ressourcen, die Entwicklung neuer Perspektiven und die Begleitung von Veränderungsprozessen.
Eine wichtige Form ist die psychosoziale Beratung. Sie berücksichtigt sowohl persönliche als auch soziale Faktoren und unterstützt Menschen beispielsweise bei Beziehungskonflikten, Belastungen, Krisen oder beruflichen Veränderungen.
Psychologisches Wissen ist in vielen Lebens- und Arbeitsbereichen hilfreich. Es unterstützt dabei, menschliches Verhalten besser zu verstehen, Kommunikation bewusster zu gestalten und Menschen in unterschiedlichen Situationen professionell zu begleiten.
Eine Ausbildung oder Weiterbildung in Psychologie kann für dich interessant sein, wenn du:
- dich für menschliches Verhalten, Denken und Fühlen interessierst
- Menschen bei persönlichen oder beruflichen Herausforderungen unterstützen möchtest
- eine Tätigkeit in der psychosozialen Beratung anstrebst
- deine Kommunikations- und Beratungskompetenzen verbessern möchtest
- dich auf Kinderpsychologie, Resilienz oder Krisenbegleitung spezialisieren möchtest
- psychologische Erkenntnisse im Personalwesen oder in der Führung einsetzen möchtest
- ein Bachelor- oder Masterstudium in Psychologie absolvieren möchtest
- dich beruflich neu orientieren und ein neues Tätigkeitsfeld erschliessen möchtest
Neben Fachwissen sind Empathie, analytisches Denken, Kommunikationsfähigkeit, Selbstreflexion und professionelle Abgrenzung wichtige Voraussetzungen.
Je nach Tätigkeitsfeld unterscheiden sich die Anforderungen erheblich. Während einzelne Zertifikatskurse psychologische Grundlagen vermitteln, bereitet ein Hochschulstudium auf wissenschaftlich fundierte psychologische Tätigkeiten vor.
Welche Ausbildungswege in Psychologie und psychologischer Beratung gibt es?
In der Schweiz stehen verschiedene Bildungswege offen. Welcher Weg zu dir passt, hängt von deiner Vorbildung, deinem Berufsziel und der gewünschten fachlichen Qualifikation ab.
Berufliche Grundbildung

Abgeschlossene Lehre, Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ
Zertifikatskurs von Schulen & Organisationen

Nichtformale Bildungsangebote von privaten und öffentlichen Schulen
Lehrgänge mit eidg. anerkanntem Abschluss
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Eidg. Fachausweise (BP), Eidg. Diplom (HFP), Diplom HF, NDS HF
Fachhochschulen, ETH, Universitäten

Bachelor, Master, CAS, DAS, MAS, EMBA, Doktorat
Die folgende Liste zeigt Ihnen passende Anbieter:
Besonders interessante Ausbildungen, aktuelle Trend-Themen und Karriereperspektiven
Psychologisches Wissen wird in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt – von der persönlichen Beratung über Bildung und Gesundheit bis zur Arbeitswelt und digitalen Produktentwicklung. Entsprechend vielfältig sind die Ausbildungsangebote. Während sich manche Lehrgänge auf die professionelle Begleitung von Menschen konzentrieren, vermitteln andere wissenschaftliche Grundlagen oder spezialisierte Kompetenzen für Unternehmen und Organisationen.
Lehrgänge in psychologischer Gesprächsführung und Beratung können sowohl auf eine beratende Tätigkeit als auch auf Coaching-Aufgaben vorbereiten. Sie richten sich an Erwachsene mit einer gewissen Berufs- und Lebenserfahrung, die ihre Erfahrungen und Kompetenzen zur Unterstützung anderer Menschen nutzen möchten. Die Lehrgänge sind berufsbegleitend konzipiert und dauern zwischen 9 Monaten für einen FH-Zertifikatsabschluss und 3 bis 5 Jahren bis zu einem anerkannten Verbandsabschluss oder einem eidgenössisch anerkannten Diplom. Die Abschlüsse ermöglichen den Einstieg in eine selbständige oder angestellte beratende Tätigkeit und eröffnen Zugänge zu weiteren interessanten Abschlüssen.
- Psychosozialer Berater / Psychosoziale Beraterin (Zert.)
- Psychotherapeut / Psychotherapeutin (Zert.)
- Berater / Beraterin im psychosozialen Bereich (HFP)
- Psychologie (Zert.)
- CAS Resilienz und Positive Psychologie (Zert.)
Psychische Gesundheit und Prävention
Psychische Belastungen sind ein wichtiges gesellschaftliches und berufliches Thema. Entsprechend relevant sind Angebote zur Prävention, zur Förderung psychischer Gesundheit und zur frühzeitigen Unterstützung bei Belastungen.
Resilienz und Positive Psychologie
Die Stärkung persönlicher Ressourcen, der konstruktive Umgang mit Herausforderungen und die Förderung des Wohlbefindens stehen im Mittelpunkt entsprechender Weiterbildungen.
Arbeits- und Organisationspsychologie
Veränderungen der Arbeitswelt, neue Führungsmodelle und die Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen schaffen vielfältige Anwendungsfelder für psychologisches Wissen in Unternehmen.
Psychologie und digitale Transformation
Digitale Technologien verändern Kommunikation, Zusammenarbeit und Entscheidungsprozesse. Psychologische Perspektiven helfen dabei, digitale Angebote nutzerorientiert zu gestalten und Auswirkungen technologischer Veränderungen auf Menschen zu verstehen.
Kinderpsychologie und Entwicklungsbegleitung
Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, der Umgang mit Belastungen und die Zusammenarbeit zwischen Familien, Schulen und Fachpersonen sind wichtige Themen für pädagogische und beratende Tätigkeiten.
Achtsamkeit und Mindful Leadership
Achtsamkeitsbasierte Ansätze werden unter anderem in Führung, Selbstmanagement und Stressbewältigung eingesetzt. Wichtig ist eine fundierte Ausbildung und die realistische Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen solcher Methoden.
Mögliche Tätigkeitsfelder sind:
- Psychologische Beratungsstellen
- Kliniken und Gesundheitseinrichtungen
- Schul- und Bildungsbereich
- Personalwesen und Personalentwicklung
- Arbeits- und Organisationspsychologie
- Forschung und Wissenschaft
- Marketing und Konsumentenforschung
- Nutzerforschung und digitale Produktentwicklung
- Sozial- und Familienberatung
- Selbstständige psychosoziale Beratung
- Coaching und persönliche Entwicklungsbegleitung
Für bestimmte Tätigkeiten gelten gesetzliche oder institutionelle Qualifikationsanforderungen. Das betrifft insbesondere psychologische und psychotherapeutische Tätigkeiten im Gesundheitswesen.
Die Verdienstmöglichkeiten unterscheiden sich nach Ausbildung, Berufserfahrung, Spezialisierung, Arbeitgeber und Region. Als grobe Orientierung für Vollzeitstellen in der Schweiz können folgende Bandbreiten dienen:
| Beruf / Tätigkeit | Geschätzter Bruttojahreslohn |
| Psychologische Fachperson mit anerkanntem Hochschulabschluss | CHF 80'000–105'000 |
| Arbeits- und Organisationspsychologe / -psychologin | CHF 90'000–125'000 |
| Psychologische Fachperson mit anspruchsvoller Spezialfunktion | CHF 95'000–130'000 |
| Leitungsfunktion im psychologischen oder beratenden Bereich | CHF 105'000–145'000 |
Die Angaben sind unverbindliche Orientierungswerte und keine statistisch verifizierten Durchschnittslöhne. Sie sollten vor der Veröffentlichung anhand aktueller Schweizer Lohndaten überprüft werden.
Für selbstständige psychosoziale Beraterinnen und Berater lassen sich keine allgemein gültigen Jahreslöhne angeben. Das Einkommen hängt unter anderem von der Auslastung, den Honoraren, der Zielgruppe und den Betriebskosten ab.
Du möchtest dich beruflich neu orientieren und künftig Menschen beraten oder dich intensiver mit psychologischen Themen beschäftigen? Auch ohne bisherige Ausbildung im psychologischen Bereich stehen dir verschiedene Bildungswege offen.
Wenn du psychologische Kenntnisse für deine bisherige Tätigkeit erwerben möchtest, können Zertifikatskurse in Psychologie, Kinderpsychologie, Resilienz oder Transaktionsanalyse ein geeigneter Einstieg sein.
Möchtest du Menschen professionell bei persönlichen oder sozialen Herausforderungen begleiten, kann eine Ausbildung in psychosozialer Beratung interessant sein. Mit entsprechender Vorbildung und Beratungspraxis kommt später auch die höhere Fachprüfung als Beraterin oder Berater im psychosozialen Bereich infrage.
Wenn du hingegen die geschützte Berufsbezeichnung Psychologin oder Psychologe anstrebst, führt der Weg grundsätzlich über ein anerkanntes Bachelor- und Masterstudium in Psychologie. Je nach Hochschule und bisheriger Ausbildung bestehen unterschiedliche Zulassungsmöglichkeiten.
Wichtig ist deshalb, dein Berufsziel frühzeitig zu klären: Möchtest du psychologisches Wissen ergänzend einsetzen, in der psychosozialen Beratung arbeiten oder eine anerkannte psychologische Berufslaufbahn einschlagen?
Fazit: Mit der passenden Ausbildung in Psychologie oder psychologischer Beratung beruflich weiterkommen
Eine Ausbildung in Psychologie oder psychologischer Beratung eröffnet vielfältige Möglichkeiten, menschliches Verhalten besser zu verstehen, Menschen professionell zu begleiten und psychologisches Wissen in unterschiedlichen Berufsfeldern einzusetzen. Ob in der psychosozialen Beratung, im Bildungs- und Gesundheitswesen, in Unternehmen oder in der Forschung – psychologische Kompetenzen sind in vielen Bereichen relevant.
Die Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Schweiz reichen von Zertifikatskursen in Psychologie, Kinderpsychologie und Resilienz über die eidgenössische höhere Fachprüfung in psychosozialer Beratung bis zum Bachelor- und Masterstudium in Psychologie an einer Universität oder Fachhochschule. Ergänzend bieten CAS-Lehrgänge spezialisierte Weiterbildungsmöglichkeiten in Arbeits- und Organisationspsychologie, Kommunikationspsychologie und weiteren Fachrichtungen.
Entscheidend ist, welchen beruflichen Weg du einschlagen möchtest. Während Zertifikatsausbildungen gezielte Fachkenntnisse vermitteln, sind für die geschützte Berufsbezeichnung Psychologin / Psychologe und für psychotherapeutische Tätigkeiten gesetzlich geregelte Qualifikationen erforderlich.
Möchtest du Psychologie studieren, eine Ausbildung in psychologischer Beratung absolvieren oder dich in einem bestimmten Fachgebiet weiterbilden? Vergleiche die verschiedenen Lehrgänge, Abschlüsse und Bildungsanbieter auf Ausbildung-Weiterbildung.ch und finde den passenden Bildungsweg für deine berufliche Zukunft.
Psychologie: Trete in die Fussstapfen von Sigmund Freud
Fragen und Antworten
Wie lang ist die Psychologie Studium Dauer?
Die Psychologie Studium Dauer ist an einer Fachhochschule oder eine universitären Hochschule in der Regel drei Jahre Vollzeit und vier Jahre Teilzeit für den Bachelor und zwei Jahre Vollzeit und drei Jahre Teilzeit für den Master.
Was gibt es für Möglichkeiten einer Psychologie-Ausbildung?
Die Möglichkeiten einer Psychologie-Ausbildung oder Psychologie-Weiterbildung sind vielfältig und reichen vom Hochschulstudium bis zu spezialisierten Weiterbildungen. Welche Option sinnvoll ist, hängt stark von den persönlichen Zielen und dem gewünschten Tätigkeitsfeld ab.
Typische Bildungswege im Bereich Psychologie sind beispielsweise:
- Universitätsstudium der Psychologie mit Bachelor und Masterabschluss
- Fachhochschulstudiengänge mit praxisorientiertem Schwerpunkt
- Weiterbildungen in Bereichen wie Coaching, Beratung oder Arbeitspsychologie
- Spezialisierungen etwa in klinischer Psychologie, Organisationspsychologie oder Pädagogischer Psychologie
Eine Psychologie-Ausbildung oder Psychologie-Weiterbildung kann daher sowohl für einen akademischen Karriereweg als auch für praxisnahe Tätigkeiten im Coaching, in der Beratung oder im Personalbereich interessant sein. Wer sich vertieft mit diesem Thema beschäftigen möchte, kann sich über verschiedene Lehrgänge informieren und direkt Unterlagen bei Bildungsanbietern anfordern.
Studiengang Psychologie: Wo fängt man am besten an?
Der erste Studiengang Psychologie ist der Bachelor, das Grundstudium. Das Masterstudium baut darauf auf. Darüber hinaus sind CAS, DAS, MAS möglich.
Bachelor Studium Psychologie – im Anschluss kann das Master-Studium angeschlossen werden
Dauer: 2 bis 3 Jahre
Titel: "Bachelor of Science [FH] in Angewandter Psychologie"
Anerkennung: eidgenössisch und international anerkannter Titel, internationale Vergleichbarkeit via ECTS-Punkte
ECTS-Punkte (European Credit Transfer System = Internationale Leistungspunkte): Mindestens 180
Ein CAS (Certificate of Advanced Studies) ist ein Kurzstudium an einer Hochschule und wird auch als Nachdiplom- oder Weiterbildungsstudium bezeichnet.
Dauer: in der Regel 1 Semester berufsbegleitend
Titel: "Certificate of Advanced Studies in (Thema)"
Anerkennung: kein eidg. geschützter Titel, internationale Vergleichbarkeit via ECTS-Punkte
ECTS-Punkte (European Credit Transfer System = Internationale Leistungspunkte): Mindestens 10
Ein DAS (Diploma of Advanced Studies) ist ein Kurzstudium an einer Hochschule und wird auch als Nachdiplom- oder Weiterbildungsstudium bezeichnet.
Dauer: in der Regel 3 Semester berufsbegleitend
Titel: "Diploma of Advanced Studies in (Thema)"
Anerkennung: kein eidg. geschützter Titel, internationale Vergleichbarkeit via ECTS-Punkte
ECTS-Punkte (European Credit Transfer System = Internationale Leistungspunkte): Mindestens 30
MAS = Master of Advanced Studies
Ein MAS ist ein Master aus einem Weiterbildungsprogramm einer Hochschule, nicht zu verwechseln mit einem Ausbildungs-Master, der zweiten Stufe eines Studiums
Frühere Bezeichnung: Nachdiplomstudium
Vergleichbar mit einem EMBA
Dauer: in der Regel 4 Semester berufsbegleitend
Abschluss: Master-Arbeit
Titel: "Master of Advanced Studies in (Thema)"
Den Titel MAS (Master of Advanced Studies) gibt es nur in der Schweiz
Anerkennung: eidg. geschützter Titel, internationale Vergleichbarkeit via ECTS-Punkte
ECTS-Punkte (European Credit Transfer System = Internationale Leistungspunkte): 60
Voraussetzungen: Hochschulabschluss, Zulassung "sur dossier" (= Zulassung zu einem Studiengang aufgrund der bisherigen Berufserfahrung/Aus- und Weiterbildung) bei anderen Aus- und Weiterbildungen sowie Berufspraxis möglich.
Was ist der Studieninhalt beim Bachelor-Studium in angewandter Psychologie?
Das Bachelor-Studium in Angewandter Psychologie vermittelt fundiertes psychologisches Wissen und praxisnahe Kompetenzen für verschiedene Anwendungsfelder. Die Inhalte variieren je nach gewählter Studienrichtung. Zu den häufig angebotenen Vertiefungen zählen:
- Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie
Im Fokus steht das Erleben und Verhalten von Menschen in beruflichen Kontexten. Behandelt werden Themen wie Arbeitszufriedenheit, Motivation, Führung, Teamarbeit sowie die Gestaltung gesunder und leistungsfördernder Arbeitsbedingungen. Ziel ist es, die bestmögliche Passung zwischen Mensch, Aufgabe, Organisation und Technologie zu erreichen. - Wirtschaftspsychologie
Diese Vertiefung beschäftigt sich mit psychologischen Aspekten des wirtschaftlichen Handelns. Thematisiert werden unter anderem Entscheidungsverhalten, Konsumpsychologie, Werbewirkung, Marktverhalten sowie die Rolle von Emotionen und Kognitionen im ökonomischen Kontext. - Weitere mögliche Vertiefungen (abhängig von der Hochschule):
- Gesundheitspsychologie: Prävention, Gesundheitsförderung und psychische Belastungen im Alltag und Beruf
- Klinische Psychologie: Grundlagen psychischer Störungen und Einführung in diagnostische Verfahren (in manchen Studiengängen Teil des Curriculums)
- Verkehrspsychologie: Menschliches Verhalten im Strassenverkehr, Fahreignung und Unfallprävention
Das Bachelorstudium legt ausserdem grossen Wert auf die Anwendung psychologischer Theorien in der Praxis. Dazu gehören Fallanalysen, Projektarbeiten und Praktika, die auf den Berufsalltag vorbereiten.
Fazit:
Das Bachelor-Studium in Angewandter Psychologie bietet eine fundierte, praxisorientierte Ausbildung mit verschiedenen fachlichen Schwerpunkten. Die konkrete Ausgestaltung der Studieninhalte hängt von der jeweiligen Hochschule ab.
Wichtig:
Jede Fachhochschule bestimmt ihre Inhalte und Vertiefungen eigenständig. Um verlässliche Informationen zu erhalten, empfiehlt sich eine direkte Abklärung bei der gewünschten Bildungseinrichtung.
Was für Aufgaben hat eine Psychologin oder ein Psychologe mit Uni-Abschluss?
Psychologinnen und Psychologen mit Universitätsabschluss beschäftigen sich mit menschlichem Verhalten, Erleben und Denken. Eine Psychologie-Ausbildung oder Psychologie-Weiterbildung kann auf unterschiedliche Tätigkeitsfelder vorbereiten.
Typische Aufgabenbereiche sind zum Beispiel:
- Beratung und Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen
- Diagnostik und Analyse von Verhalten oder Persönlichkeitsmerkmalen
- Forschung zu psychologischen Fragestellungen
- Arbeit im Personalwesen, etwa in der Personalauswahl oder Organisationsentwicklung
Je nach Spezialisierung arbeiten Psychologinnen und Psychologen in Kliniken, Beratungsstellen, Unternehmen oder Forschungseinrichtungen. Eine ergänzende Psychologie-Weiterbildung oder Psychologie-Ausbildung ermöglicht zudem eine Vertiefung in Bereichen wie Coaching, Therapie oder Arbeitspsychologie. Wer sich für diese vielseitige Fachrichtung interessiert, sollte sich über Studiengänge und Weiterbildungsangebote genauer informieren.
Wie kann ich ohne Maturität Psychologie studieren?
Um Psychologie studieren zu können, braucht man eine Maturität. Wer keine gymnasiale Maturität hat, kann eine Berufsmaturität absolvieren. Wer an eine Universität oder Pädagogische Hochschule will, muss zusätzlich die Ergänzungsprüfung Passerelle ablegen. Es gibt aber auch Studiengänge, die keine Berufsmaturität voraussetzen, allerdings gelten dann andere Regelungen für die spätere Berufstätigkeit.
Was ist der Unterschied zwischen Psychologe, Psychologie und Psychiater?
Hier eine kurze Erklärung der Begriffe:
Ein Psychologe hat Psychologie studiert. Das bedeutet aber nicht, dass er in der Beratung/Therapie arbeitet.
Ein Psychotherapeut hat Psychologie studiert und sich weitergebildet; er berät Klienten.
Ein Psychiater ist Arzt und kann Medikamente verschreiben.
Um Psychiaterin zu werden, muss man also Medizin studieren.
Die Ausbildung zur Psychologin wird auf Hochschulebene (FH und Universität) angeboten.
Welche persönlichen Anforderungen sind für eine Psychologie Weiterbildung empfehlenswert?
Für eine Psychologie-Weiterbildung oder Psychologie-Ausbildung sind vor allem Interesse am menschlichen Verhalten sowie ausgeprägte soziale Kompetenzen wichtig. Fachliches Wissen kann erlernt werden, doch persönliche Eigenschaften spielen eine zentrale Rolle.
Empfehlenswerte Voraussetzungen sind insbesondere:
- Empathie und Einfühlungsvermögen, um andere Menschen zu verstehen
- Kommunikationsfähigkeit, um Gespräche strukturiert zu führen
- Selbstreflexion, also die Fähigkeit, das eigene Verhalten kritisch zu betrachten
- Diskretion und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit sensiblen Informationen
Viele Lehrgänge kombinieren Theorie, Praxisübungen und Selbsterfahrung. Dadurch lernen Teilnehmende nicht nur psychologische Konzepte, sondern auch deren Anwendung im Alltag. Eine Psychologie-Weiterbildung oder Psychologie-Ausbildung eignet sich daher besonders für Menschen, die sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickeln möchten. Informiere dich über verschiedene Angebote, um den passenden Lehrgang zu finden.
Was braucht es, um zur Höheren Fachprüfung als Berater im psychosozialen Bereich zugelassen zu werden?
Um zur Höheren Fachprüfung als Berater im psychosozialen Bereich zugelassen zu werden, braucht man zum Prüfungsantritt:
- Berufsabschluss auf Tertiärstufe oder gleichwertige Qualifikation und mind. 6 Jahre Berufserfahrung im psychosozialen Kontext
oder
- ohne Tertiärabschluss mind. 8 Jahre Berufspraxis im psychosozialen Kontext und zusätzlich
zudem
- Nachweis von mind. 20 Beratungsprozessen mit mind. 100 Sitzungen, davon 5 Beratungsprozesse mit mind. 5 Stunden
- Nachweis von 40 Stunden Klienten bezogener Supervision als Supervisand/in
- Nachweis von 40 Stunden psychosozialer Beratung als Klient/in
- Teilnahme an mind. 8 Sitzungen einer Supervisions- oder Intervisionsgruppe während mind. 2 Jahren
- Begleitung von einem Supervisor oder einer Supervisorin während mind. 1 Jahr (mind. 20 Stunden) in einer beratungskompetenzbezogenen Supervision
Diese Anforderungen stellen sicher, dass Kandidaten über ausreichende fachliche und praktische Erfahrung verfügen. Eine gezielte Psychosoziale Beratung-Ausbildung oder Psychosoziale Beratung-Weiterbildung bereitet daher nicht nur auf die Praxis, sondern auch auf die spätere Prüfung vor. Informiere dich frühzeitig über Voraussetzungen und mögliche Bildungswege, um den passenden Lehrgang zu wählen.
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